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Interview und Portrait:


Wer spricht
noch Daakaka?
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Was die Anthropologin und Sprachenforscherin Soraya Hosni an ihrer Arbeit auf einer Insel im Südpazifik fasziniert und wieso sie beim Projekt sciencemovies mitmacht, verrät sie im Interview.

Soraya Hosni

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Die Anthropologin Soraya Hosni (Jahrgang 1979) ist Doktorandin im DoBeS-Projekt zur Dokumentation der Sprachen Westambryms in der Arbeitsgruppe von Professor Manfred Krifka. Die Französin studierte Anthropologie an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) in Paris. Wenn sie nicht gerade auf Ambrym die komplizierten Verwandtschaftsverhältnisse der Einheimischen entschlüsselt oder die Vulkane aus nächster Nähe untersucht, schreibt sie ihre Dissertation über die Anthropologie des Wissens des Vulkanismus in Vanuatu.

Professor Manfred Krifka

Professor Manfred Krifka (Jahrgang 1956) studierte Theoretische Linguistik, Literaturwissenschaft und Philosophie an der Universität München. Zehn Jahre arbeitete er als Sprachwissenschaftler an der Universität von Texas in Austin, bevor er einen Ruf an die Humboldt-Universität (HU) zu Berlin bekam. Dort übernahm er auch die Leitung des Zentrums für Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS). Sein wissenschaftliches Interesse gilt vor allem der Semantik, also der Bedeutung sprachlicher Ausdrücke. Bereits als Student erforschte er Bantusprachen, die im mittleren und südlichen Afrika gesprochen werden. 30 Jahre später betreibt er nun wieder linguistische Feldforschung.

Kilu von Prince

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Die Linguistin Kilu von Prince (Jahrgang 1982) ist Doktorandin im DoBeS-Projekt „Ambrym“ am ZAS Berlin, wo sie an ihrer Dissertation arbeitet. Ihr Hauptinteresse gilt der Frage, welche strukturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Sprachen bestehen, und worauf sie sich zurückführen lassen. Mit ihrer Arbeit zur Dokumentation bedrohter Sprachen auf Ambrym möchte sie die empirische Grundlage sprachvergleichender Forschung erweitern.

Dr. Susanne Fuchs

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Die Sprechwissenschaftlerin Dr. Susanne Fuchs (Jahrgang 1969) ist Kamerafrau und Phonetikerin im DoBeS-Projekt zur Dokumentation der Sprachen Westambryms. Sie studierte Sozialpsychologie in Jena und Sprech- und Theaterwissenschaften an der HU zu Berlin. Neben der Arbeit als Kamerafrau für sciencemovies gilt ihr wissenschaftliches Interesse der Realisierung von sprachlichen Lauten der verschiedenen Sprachen auf Ambrym.

Alle Episoden zu diesem Projekt


18.05.2011

Interview mit Soraya Hosni

Was die Anthropologin und Sprachenforscherin Soraya Hosni an ihrer Arbeit auf einer Insel im Südpazifik fasziniert und wieso sie beim Projekt sciencemovies mitmacht, verrät sie im Interview.
07.i
01.02.2011

Intro

Auf der Südseeinsel Ambrym wird eine der seltensten Sprachen der Welt gesprochen: Daakaka.
07.0
28.02.2011

Bedrohter Sprachschatz

Die südpazifische Sprache Daakaka droht auszusterben: nur etwa 600 Menschen sprechen sie noch. Gelingt den Bewohnern der Insel Ambrym die Rettung? Ein Forscherteam aus Berlin will helfen.
07.1
16.03.2011

Zweitvater in der Südsee

Die Anthropologin Soraya Hosni hat sich eng mit den Familien Ambryms befreundet. Nur so kann sie deren Sprache und ihre kulturelle Bedeutung ergründen.
07.2
30.03.2011

Forschung unterm Bambusdach

Wo können sich Dorfbewohner und Sprachforscher austauschen und voneinander lernen? Auf Ambrym fehlte bislang eine Begegnungsstätte. Ein engagierter Dorfchef baut ein Haus der Sprachen.
07.3
26.04.2011

Weibliche Sprachgenies

Eine überraschende Entdeckung gibt den Forschern Rätsel auf: Zerstören die sprachbegabten Frauen auf der Insel ungewollt die ursprünglichen Sprachen Ambryms?
07.4
23.05.2011

Brautpreis

Der schönste Tag im Leben – wenn das Geld stimmt. Bei der Hochzeit im Dorf bleiben die Brautleute Randfiguren. Bananen und Schweine stehlen ihnen die Schau.
07.5
24.06.2011

Tor zur Welt der Buchstaben

Wie kann das Daakaka gerettet werden? Bislang wurde es noch nie schriftlich fixiert und auch in der Schule nicht gelehrt. Ein Wörterbuch und gesammelte Geschichten sollen Abhilfe schaffen.
07.6
20.07.2011

Was wird aus Daakie?

Die Sprache Daakie sprechen auf Ambrym nur noch die älteren Bewohner, nun soll sie wieder erweckt werden. Dazu entwickeln die Berliner Sprachforscher erstmals eine Schriftform.
07.7
22.08.2011

Ornamente im Sand

Sie stehen unter dem Schutz der UNESCO: Ambryms Sandzeichnungen gelten als kultureller Schatz. Die Sprachforscher vermuten, dass sie schon früh zur Kommunikation der Insulaner beitrugen und eng mit der Lautsprache der Insel verwoben sind.
07.8
20.09.2011

Giftige Wolken

Über den Dörfern Ambryms thronen ihre Silhouetten: Zwei Vulkankegel erschweren das Leben auf der Insel. Denn sie verknappen das ohnehin rare Trinkwasser und vergiften die Niederschläge.
07.9
24.10.2011

Kinderspiele für die Zukunft

Nur wenn die jungen Bewohner Ambryms von den älteren lernen, wird ihre traditionelle Sprache Daakaka eine Zukunft haben. Dabei helfen Spiele, Lieder und Schulbücher.
07.10
Fragen an die Frager
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*) Das Projekt

„Pepelyen na tu wu“ heißt „Guten Morgen“ auf Daakaka. Weniger als 1000 Menschen auf der Südseeinsel Ambrym sprechen die vom Aussterben bedrohte Sprache. Die Anthropologin Soraya Hosni und ihre Kollegen machen sich auf den Weg in die Südsee, um Daakaka zu dokumentieren und so vor dem gänzlichen Verschwinden zu bewahren. Die Wissenschaftler müssen sich beeilen, da Daakaka nicht nur von der offiziellen Landessprache Bislama zunehmend verdrängt wird. Auch die aktiven Vulkane der Insel befördern das Verschwinden der Menschen und ihrer faszinierenden Kultur.

Die anderen Projekte:


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