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Videoblog:


War es
Mord?
08

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Die Archäologin Dr. Susanne Friederich und ihre Kollegen stoßen auf eine ungewöhnliche Grabstätte aus dem 4. Jahrtausend vor Christus. Neun Menschen wurden hier in einem gemeinsamen Grab beigesetzt - vier erwachsene Frauen und fünf Kinder. Starben die Menschen bei einer Katastrophe? Oder wurden sie Opfer eines jungsteinzeitlichen Rituals?

Alle Episoden zu diesem Projekt


28.02.2011

Intro

In Sachsen-Anhalt finden Archäologen eine rätselhafte Mehrfachbestattung mit neun Toten. Was ist hier vor über 5000 Jahren passiert?
08.0
10.03.2011

Neun Leichen, viele Fragen

Vor 5000 Jahren starben in Salzmünde neun Menschen – unter rätselhaften Umständen. Verbrannten sie bei lebendigem Leib? Oder wurden sie erschlagen? Forscher sind dem Geschichtskrimi auf der Spur.
08.1
28.03.2011

Katastrophe oder Ritual?

Erste Erfolge bei der Spurensuche: Die Forscher können einen Hausbrand als Todesursache ausschließen. Finden sie Hinweise auf einen besonderen Totenkult?
08.2
18.04.2011

Scherbenhaufen mit Geschichte

Ein Puzzlespiel soll den Forschern in Halle weiterhelfen: Sie setzen unzählige Tonscherben zusammen. Enthüllen die so entstehenden Krüge, Amphoren und Becher weitere Details des Kriminalfalls Salzmünde?
08.3
16.05.2011

Archäologische Schatztruhe

Die Toten von Salzmünde gehen auf Reise – sicher in Kisten verwahrt, denn das Landesmuseum Halle will sie ausstellen. Dazu haben die Forscher eine einzigartige Präparationstechnik entwickelt.
08.4
16.06.2011

Frühe Funde

Überraschende Fotobeweise: Die Forscher finden Aufnahmen früherer Grabungen. Schon damals wurden rätselhafte Mehrfachbestattungen entdeckt. Hatte das Erdwerk rituelle Bedeutung für Bestattungen?
08.5
19.07.2011

Auf den Zahn gefühlt

Der Kriminalfall wandert nach Mainz ans Institut für Anthropologie: Was sagen die Knochen und Zähne den Experten über Alter, Herkunft und Verwandtschaftsgrad der Toten? Die Ergebnisse überraschen das ganze Team.
08.6
08.08.2011

Sprechende Knochen

Auch die Knochen der Toten von Salzmünde stellen die Anthropologen vor neue Rätsel: Sie entdecken eine Fraktur im Schädel, verursacht durch stumpfe Gewalt. Gab es doch ein Verbrechen?
08.7
15.11.2011

Zusammenkunft der Experten

Die Archäologen aus Halle und die Anthropologen aus Mainz treffen sich, um gemeinsam über die Forschungsergebnisse zu diskutieren. Können sie gemeinsam das Rätsel der Neunfachbestattung lösen?
08.8
Fragen an die Frager
Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Projekt? Dann freuen wir uns über Ihren Beitrag:

Die aktuellsten Fragen

Emilia, Halle/Saale

Was ist das für ein Gefäß?
Susanne Friederich, Halle/Saale

Solche Gefäße werden von Archäologen nach einem wichtigen Fundort nahe Halle als "Opperschöner Kannen" bezeichnet. Wie man an dem Henkel sieht, handelt es sich genau genommen um einen Krug. Krüge sind noch heute zum Aufbewahren und Ausschenken von Getränken gedacht, was in der Jungsteinzeit sicherlich auch der Fall war. Was außer Wasser getrunken wurde, wissen wir eigentlich gar nicht so genau. Bestimmt gab es aber Kräutertees und gelegentlich auch Milch; jedoch keine Schokolade - diese wurde in der jetzigen Form erst 5.000 Jahre später bekannt. Meistens werden diese Krüge in Gräbern gefunden. Das liegt daran, dass die Menschen in der Vorzeit ihren Verstorbenen etwas zu essen und zu trinken mit in das Grab gaben.
Erwin Herkommer, Bonn

Wurden die Leichen kriminologisch untersucht? Z.B. Röntgen, Besichtigung der Mundhöhle, Untersuchung des Mageninhalts usw.? Trugen die Frauen Schmuck?
Susanne Friederich, Halle/Saale

Das Projekt erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen Archäologen und Anthropologen. Alle Skelette werden bezüglich der Todesursache forensisch untersucht. Anschließend erfolgt eine Erfassung des Erbgutes (DNA). Mittels der sog. Isotopen-Untersuchungen werden wir auch Informationen zu den Ernährungsgewohnheiten der Menschen erhalten. Ebenso erlauben es die Isotopen, mögliche Zuwanderungen - eventuell durch Heirat über größeren Entfernungen - nachzuweisen. Schmuck trugen lediglich einige der Kinder - in Form durchbohrter Hundezähne!

Bildergalerie

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*) Das Projekt

Kriminalistischer Spürsinn ist gefragt: In einer Grabstätte aus dem vierten Jahrtausend vor Christus stößt das Forscherteam um die Archäologin Susanne Friederich auf eine Kollektivbestattung. Neun Personen wurden hier vor über 5000 Jahren beigesetzt – vier erwachsene Frauen und fünf Kinder. Wer waren die neun? Handelt es sich um Mütter mit ihren Kindern? Starben sie bei einer Katastrophe, vielleicht bei einem Brand? Oder wurden sie bei rituellen Handlungen geopfert? Die Wissenschaftler nehmen die Ermittlungen auf.

Susanne Friederich

Gummistiefel gehören zu ihrer Arbeitskleidung, wenn Dr. Susanne Friederich Gräber aus der Jungsteinzeit inspiziert. Zumeist ist ihr Arbeitsplatz aber das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt in Halle/Saale, wo die Jungsteinzeit-Spezialistin die Funde auswertet – oder sich im Landesmuseum für Vorgeschichte als kundige Museumsführerin betätigt und Besuchern die oft über 5000 Jahre alten Ausstellungsstücke erläutert.
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Die Archäologin Susanne Friederich aus Halle/Saale nimmt eine rätselhafte 9-fach Bestattung aus dem 4. Jhtsd. v. Chr. unter die Lupe.

Die anderen Projekte:


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